REINER Feinschneiden mit UmformtechnikBlech präzise Stanzen und Umformen in einem Arbeitsgang

Das Metall-Stanzverfahren ermöglicht große Volumen an flachen Bauteilen aus Blech zu niedrigen Stückkosten zu fertigen. Dies geschieht mit einer hohen Geschwindigkeit, in der große Pressen mit einem Schneidwerkzeug viele Teile gleichzeitig aus einem Blech stanzen können.

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Damit die Präzision des Stanzteils bei diesem Verfahren erhalten bleibt, hat der Schweizer Fritz Schiess-Forrer vor rund 100 Jahren die „Feinschneidpressen“ erfunden.

Insgesamt drei Kräfte sind beim Feinschneidprozess beteiligt, und das unterscheidet diese Technologie von anderen Stanz- und Schneidverfahren.
Feinschneiden führt zu rechtwinkligen, ein- und abrissfreien Schnittflächen mit einem maximalen Glattschnittanteil. Das Teil selbst bleibt plan und eben.

In der modernen Praxis wird beim Pressen das Feinschneiden mit einem Umformen des Metallstücks kombiniert. Daher hat sich für das Fertigungsverfahren die Bezeichnung "Feinschneiden/Umformen" als Doppelbegriff industrieweit etabliert. Die besondere Wirtschaftlichkeit dieses Fertigungsverfahrens ergibt sich durch das Erledigen von drei bis vier Arbeitsschritten in einem Pressvorgang:

• Schneiden der benötigten flachen Form aus dem Blech
• Verformen des Stanzteils mit Biegungen, Durchsetzungen, Senkungen ...
• Prägen von Rillen, Kanten, Logos, Artikelnummern ...
• Glätten und Entgraten
  (da diese Nachbearbeitung durch das hochpräzise Schneiden meist entfällt)

Die relativ aufwändige Werkzeugherstellung für das Feinschneiden mit kombinierter Umformtechnik amortisiert sich dadurch rasch bei Zunahme der Losgröße.

REINER Präzisionstechnik - Ideen präzise in Form gebracht

Wissenswertes über das Feinschneiden und Umformen

Kompetenzübersicht

Abmessungen
- 500x500mm Aufspannfläche WKZ

Teilegewicht
- max. 100gr

Blechdicke
- 0,5mm bis max. 4mm Blechdicke

Materialien
- 16MnCr5, CK45, CK75, 1.4306

Maschinentyp
- Schmid Feinstanzpresse 250T

Losgrößen
- 1000 Stk. bis über 50.000 Stk.

Vorteile Feinschneiden
- sehr gute Schnittqualität und Ebenheit
- wirtschaftliche Herstellung komplexer, einbaufertiger Funktionsteile

Vorteile REINER
- eigene Werkzeugkonstruktion / Herstellung Feinstanz- Biegewerkzeuge
- langjährige Erfahrung
- modernste CNC-Bearbeitungszentren für die Komplett-/Endbearbeitung
- Wärme- und Oberflächenbearbeitungen durch zuverlässige Partner

Besonderes Knowhow
- Fokus liegt auf kleinen, technischen Teilen

Warum ist die REINER Blechbearbeitung im Feinschneiden die erste Wahl?

Als Hersteller von langlebigen mechanischen Hand- und Elektrostempeln stellt Ernst REINER in Furtwangen seit jeher besondere Anforderungen an die dafür benötigten kleinen Präzisionsbauteile. Neben der Wirtschaftlichkeit und Flexibilität in der Herstellung ist die Robustheit jedes Bauteils ein Garant für die Langlebigkeit und hohe Qualität des fertigen Produkts. Die REINER Lohnfertigung im Feinschneiden/Umformen hat ihren Ursprung daher im Produktionsprozess für das eigene Produktportfolio. Auf diese gewachsene Erfahrung und den hohen Anspruch an die Qualität eines Stanzteils können sich Kunden der REINER Präzisionstechnik aus dem Schwarzwald-Baar Kreis immer verlassen.


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Was ist Feinschneiden / Feinstanzen: Die wesentlichen Vorteile und Nachteile

Das Feinschneiden kombiniert in der Metallverarbeitung das spanlose Trennen und gleichzeitige Umformen von Blechen mit Dicken von 0,5 bis 4 Millimetern. Das auch Feinstanzen genannte Fertigungsverfahren ermöglicht das Stanzen hochpräziser Teile mit einrissfreien und abrissfreien Schnittflächen. Im Gegensatz zum Normalstanzen wird beim Feinschneiden das Rohmaterial der Schnittkontur folgend mittels einer sogenannten Ringzacke festgehalten. Erst im zweiten Schritt schneidet ein Stempel mit der gewünschten Form das Metall. Dadurch besitzen Serienteile aus dem Feinstanzen eine hohe Ebenheit sowie enge Mass-, Form- und Lagetoleranzen.

Häufig erfolgt im selben Arbeitsgang das Umformen und Prägen des Blechteils.

Die Anforderungen an die Maschinentechnik und den Werkzeugbau sind beim Feinschneiden deutlich größer als beim Normalschneiden. In der Presse wird das Blech vor und während des Schneidvorgangs mit Gegenstempel und Niederhalter fixiert und beim Schervorgang eine Spannung im Metallblech aufgebaut. Das verhindert am Stanzteil zum einen Abrisse und Bruchflächen an den Schnittflächen, gleichzeitig erhöht es das Umformvermögen des Werkstoffes. Diese abrissfreien Schneidflächen machen eine Nachbearbeitung meist überflüssig und das Stanzteil sofort verwendbar für den Einbau.


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Wie funktioniert Feinschneiden und Stanzen als Umformtechnik für Serienteile?

Es war ein logischer Entwicklungsschritt, auf das bereits zugeschnittene und fixierte Bauteil in der Presse - im selben Prozess - weitere Umformungen anzuwenden. Die Umformtechnik integriert daher gewünschte Operationen wie Biegungen, Durchsetzungen, Durchzüge, Kröpfungen, Senkungen und Prägungen. Das ersetzt aufwendige Nachbearbeitungen.


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Welche Feinschneid-Anwendungen und Beispiele gibt es?

Welche Materialien werden als Blech beim Feinstanzen verwendet?

Zu den am häufigsten beim Feinschneiden verwendeten Metallen bei REINER gehören der Einsatzstahl 16MnCr5, der Vergütungsstahl CK45, kaltgewalzter Federbandstahl CK75 und nichtrostender austenitischer Stahl.

Einsatzstahl 16MnCr5 (Euronorm: EC80)

Einsatzstähle kommen hauptsächlich im Bereich des Maschinenbaus zur Anwendung für höher belastete Bauteile mit höherer Kernfestigkeit, wie zum Beispiel für Messwerkzeuge, Gelenke, Zahnräder. Einsatzstahl erhält durch das sogenannte Einsatzhärten eine harte Randschicht und einen zähen Kern.

Vergütungsstahl C45E (früher: CK45 / DIN 1.1191)

Dieser Stahl eignet sich für dynamisch beanspruchte Stanzteile im Maschinen- und Werkzeugbau, da er sehr zäh und zugfest ist. Er erhält durch eine Umwandlungshärtung seine Vergütung. Der Kohlenstoffanteil liegt zwischen 0,2 und 0,65% und die Materialeigenschaften werden gezielt durch Legierungen mit Chrom, Mangan, Nickel und Molybdän gesteuert.

Kaltgewalzter Federbandstahl CK75 (Edelstahl DIN 1.1248)

Dieser Stahl kommt zur Herstellung von Flachfedern, Formfedern oder Blattfedern zum Einsatz.

Nichtrostender austenitischer Stahl (DIN 1.4306)

Ein austenitischer, säurebeständiger Cr-Ni-Stahl ist prädestiniert für den Einsatz in Umgebungen mit Wasser, Wasserdampf, Speisesäuren u.ä. Er ist zu finden in Anlagen der Nahrungsmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie, der Medizin- und Fassadentechnik. Er hat einen extrem niedrigen Kohlenstoffgehalt, wodurch eine erhöhte Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion gegeben ist und die Härte, die Festigkeit und die Streckgrenze im abgeschreckten Zustand besonders niedrig liegen. Der Stahl ist sehr gut polierfähig und besonders gut kalt umformbar.


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Was qualifiziert die REINER Stanzerei besonders für die Blechteile Herstellung?