Mobile Chargennummer Drucker von REINERLOT Nummer und Ch.-B. auf Produkte drucken

Die Massenfertigung ist Teil unseres modernen Lebens. Aber was, wenn Tage, Wochen oder Monate nach der Produktion festgestellt wird, dass sich ein Fehler in der Herstellung eingeschlichen hatte? Wer haftet für den Fehler und was muss er tun, um Schaden von Menschen und Sachwerten abzuwenden?

Wie in den vergangenen Jahren werden uns auch 2020 wieder diverse Rückrufaktionen in den Medien begegnen, um fehlerhafte Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. Für die Abwicklung der Rückrufaktion, aber auch in der Rückverfolgung zur Ursache des Herstellungsfehlers, spielt die aufgedruckte Chargennummer die zentrale Rolle.

Die mobilen Inkjet-Drucker von REINER bewähren sich seit vielen Jahren zuverlässig als Chargennummer Drucker und verbinden eine Vielzahl von Vorteilen in einem Gerät:

• Direktdruck vieler Chargenbezeichnungs-Typen auf Einzelteile, Produkte, Verpackungen, Kartonagen

• Auf nahezu allen glatten Oberflächen aus Papier, Karton, Metall, Kunststoff, Glas, gebogene Flächen, beschichtete Etiketten

• Ideal für die Beschriftung kleiner Teile sowohl mit festen als auch mit Seriennummern oder Datum kombinierten LOT Nummern

• Die mobilen Kennzeichnungsgeräte jetStamp® 790 MP und jetStamp® 792 MP enthält z.B. 25 gespeicherte Abdrucke im Gerät, 4 individuelle Druckbilder können zusätzlich gespeichert werden – im Betrieb umschaltbar

• Die Batchnummer kann einfach und schnell am PC per mitgelieferter Software erstellt und per USB oder Bluetooth übertragen werden

• Das Model jetStamp® 990 lässt sich leicht in der Verpackungsstrecke integrieren

Wissenswertes zum Thema Chargennummern drucken

Was ist eine Chargennummer oder LOT Nummer?

Der Begriff „Charge“ stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „Beladen“. Das deutet bereits auf seinen Ursprung und die Bedeutung in der Produktion und Logistik hin. Als Charge wird die gesamte Menge eines bestimmten Produktes verstanden, welches unter denselben Bedingungen erzeugt, hergestellt oder verpackt wird. Mit der Chargennummer identifiziert der Produzent also eine Lieferung oder Produktionsmenge, bei der bspw. dieselbe Rohstofflieferung zu Grunde liegt, oder/und innerhalb einer Arbeitsschicht von denselben Mitarbeitern produziert wurde, oder/und mit denselben Maschinen hergestellt wurde, oder/und ein anderes relevantes Produktionsmerkmal nicht verändert wurde.

Die Chargennummer wird auf jeden Artikel innerhalb dieses definierten Produktionsabschnittes aufgedruckt, der hergestellt oder verpackt wird. Damit kann der Hersteller im Bedarfsfall nicht nur betroffene Produkte aus dem Supermarktregal nehmen lassen. In Verbindung mit einer entsprechend lückenlosen Dokumentation der Produktionsbedingungen kann er eine Nachverfolgung des Herstellungsprozesses starten. Bei Reklamationen hilft die Losnummer, gezielt Nachforschungen nach den Ursachen eines Produktionsfehlers anzustellen.

Weitere geläufige Begriffe für diese Nummerierung sind „LOT“, zu Deutsch „Los“, oder „Batch“ und „Partie“. Übrigens handelt es sich trotz der häufig verwendeten Großschreibweise von LOT nicht um eine Abkürzung. Es ist schlicht die direkte Übersetzung des deutschen Wortes „Los“. Bei Arzneimitteln ist diese Bezeichnung nach §10 Arzneimittelgesetz fest vorgeschrieben als „Ch.-B.“ (für „Chargen-Bezeichnung“).
Eine klare gesetzliche Regelung für die Chargennummer ist tatsächlich nur für Medizinprodukte gegeben. Für Lebensmittel gelten EU-Verordnungen. Für jede LOT Nummer gilt aber der Grundsatz, dass sie gut lesbar und eindeutig identifizierbar sein muss. Das Drucken der LOT Nummer erfolgt auf die Produktverpackung oder direkt auf das Produkt.
LOT Nummer drucken

Was ist der Unterschied zwischen Chargennummer und Seriennummer und MHD?

Die Chargennummer bleibt für die Gesamtheit eines Produktions-Loses immer gleich. Erst wenn sich ein relevanter Produktionsparameter ändert, wie z.B. die Zuführung einer neuen Rohstofflieferung oder der Schichtwechsel der Mitarbeiter, wird die Chargennummer neu und eindeutig erzeugt.

Die Seriennummer hingegen dient der Identifikation eines einzelnen hergestellten oder verpackten Produktes. Sie wird zum Beispiel fortlaufend hochgezählt, oder mit einem anderen eindeutigen Parameter wie Datum-Stunde-Minute-Sekunde versehen. In der Praxis finden sich häufig kombinierte Chargen- und Seriennummern auf Verpackungen.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) sagt zunächst nur etwas darüber aus, wie lange der Hersteller für die einwandfreie Qualität seines Produktes gewährleistet. Bei Rückrufaktionen von Lebensmitteln heißt es aber in Pressemedien oft, dass Produkte „mit einem aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum von xx bis yy“ zurückgerufen werden. Denn diese Bezeichnung ist dem Verbraucher geläufig und er findet sie meist auch problemlos auf Verpackungen. Gleichzeitig kann der Hersteller über seine Dokumentation zurückrechnen, an welchem Tag das Produkt hergestellt wurde. Das hilft herauszufinden, was an diesem Tag die Fehlerursache gewesen sein könnte.
Chargennummer drucken

Warum muss man in der Chargen-Produktion oder Losfertigung die LOT Nummer aufdrucken?

Warum heißt die LOT Nummer auf Medizinprodukten „Ch.-B.“?

In der Produktion von Arzneimitteln können bereits kleinste Abweichungen in der Wirkstoffdosierung oder Rohstoffqualität eines Medikaments zu gravierenden Gesundheitsschäden führen. Der Gesetzgeber hat mit dem § 10 des Arzneimittelgesetzes eine verbindliche rechtliche Vorgabe geschaffen: Fertigarzneimittel müssen unter anderem durch eine „Chargenbezeichnung, soweit das Arzneimittel in Chargen in den Verkehr gebracht wird, mit der Abkürzung "Ch.-B." gekennzeichnet werden.
Aus diesem Grund begegnet uns auf allen Medikamenten dieses Kürzel. Die Hersteller werden in die Lage versetzt, bei Feststellung eines Produktionsfehlers ein Medikament gezielt vom Markt zu nehmen und Nachforschungen zu den Ursachen des Fehlers anzustellen, damit er sich nicht wiederholt.
charge produktion drucken

Wie kann man eine Chargennummer entschlüsseln und zurückverfolgen?

Warum sind Chargennummern für Rückrufaktionen extrem wichtig?

Auch 2020 werden immer wieder Meldungen zu Rückrufaktionen in den Medien veröffentlicht. Betroffen sind belastete Lebensmittel, wie mit Salmonellen belastete Wurst und Eierwaren, Ski-Bindungen, Oberklasse-Autos, Motorräder, praktisch alle industriell oder handwerklich gefertigten Serienprodukte. Die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln und Medikamenten durch eine Chargennummer hat bereits oft dazu beigetragen, Gesundheit und Leben von Menschen zu schützen.
Aber auch Sachwerte können erhalten werden, wenn ein fehlerhaftes Bauteil wie ein Ventil rechtzeitig ausgetauscht wird, bevor ein Wasserschaden entsteht. Je kleiner eine Charge ausfällt, desto wichtiger werden für den Hersteller mobile und flexible Kennzeichnungslösungen.
lot nr drucken

Sind für LOT Nummern Etiketten oder Aufkleber geeignet?

Lässt sich eine Chargennummer direkt auf ein Produkt drucken?

Bei einer Direktkennzeichnung wird die Chargenbezeichnung ohne Zwischenmedium direkt auf den Artikel oder seine Umverpackung aufgebracht. Am besten geeignet für diese Art der Industriekennzeichnung sind Tintenstrahldrucker unter der Verwendung geeigneter Druckertinten.
Die mobilen REINER Kennzeichnungsgeräte sind die clevere mobile Lösung und erledigen das LOT Nummer Drucken in einem Arbeitsschritt:
Gerät ansetzen und per Knopfdruck die Chargenbezeichnung auf Waren anbringen – fertig! Das robuste Handheld Inkjetdrucker Modell REINER jetStamp® 990 erledigt diese Aufgabe zuverlässig und preiswert. Generieren Sie einfach mit der mitgelieferten Software die gewünschte Batchnummer mit wenigen Mausklicks.
Chargenbezeichnung drucken

Wie kann man eine LOT Number auf Metall, Glas und Kunststoff aufbringen?